Betrifft die Neugestaltung der Stadtmitte auch die Verkehrsführung?

Zum Thema Stadtmitte hat eine Arbeitsgruppe, an der u. a. alle Parteien, die Markt- und Geschäftsleute beteiligt waren, Vorschläge erarbeitet. Alle waren sich einig, dass die Stadtmitte schöner und attraktiver werden soll. Das gilt für die Passage von der Möllner Landstrasse zum Markt wie für diesen selbst. Beide sollen erneuert, der Markt durch eine Allee einerseits an das Depotgelände, andererseits an die andere Seite der Möllner Landstrasse (Post u. a.) angebunden werden. Einzelheiten soll ein Stadtplanungsbüro erarbeiten. – Wir finden dessen ersten Ansatz ersteinmal gut und werden uns dazu noch ausführlich äußern! – Zur Verkehrsführung gibt es Denkansätze und dazu haben wir schon jetzt eine (eher ablehnende) Meinung:

Es wurde überlegt, ob der Verkehr vielleicht neu gestaltet werden könnte. Es wurde festgestellt, dass die Neugestaltung der Stadtmitte davon völlig unabhängig ist. Trotzdem werden zwei Ansätze diskutiert:

- Die 'kleine Südumgehung' soll die K29, die Strasse von OBI Richtung Glinde nach der Tempo-30-Kurve von der Avenue St. Sebastien weg in die Sönke-Nissen-Allee münden lassen. Da wird aber nicht nur einfach mal so eine Strasse verlegt. Das hat verkehrliche Aspekte, deren Notwendigkeit wir nicht erkennen können. Das hat vor allem erhebliche lebensqualitätsmäßige und materielle Auswirkungen: Die Verlagerung des Verkehrs bedeutet, die Wohnungen in der Avenue werden leiser und wertvoller, die um die Sönke-Nissen-Allee herum entsprechend lauter und weniger wertvoll, das Gebiet zwischen 'kleiner Südumgehung' und Avenue wird über kurz oder lang zu einem neuen Baugebiet werden, der Eigentümer des Ackerlandes wird sich freuen.

Es mag ja perspektivisch Sinn geben, so ein neues Baugebiet bspw. für citynahe Seniorenwohnungen (Wir werden alle älter!) zu erschließen, aber dann bitte mit angemessenem finanziellem Ausgleich von den 'Profiteuren' an die 'Verlierer'.

- Der 'Glinder Kreisverkehr' ist der Versuch, die trennende Wirkung der Möllner Landstrasse (ML) für das Glinder City-Leben aufzuheben, zumindest zu relativieren. Eine neue Idee ist es, auf der Trasse der (noch) Gleise der AKN eine Straßenverbindung zwischen Oher Weg und ML zu schaffen (zwischen Diesing und Engelspark). Damit könnte man in verschiedenen Varianten auf jeden Fall den Bereich der ML zwischen Mühlenstrasse und Oher Weg auf eine Fahrspur reduzieren. – Im Prinzip ginge es dann aus Hamburg nach Neuschönningstedt über den Oher Weg und bei der Feuerwehr links zur ML, umgekehrt wie gehabt.

Das sind gedankliche Ansätze des Verkehrsplaners. Im ersten Moment fanden wir sie auch durchaus bedenkenswert. Wen störte die breite ML, die die Glinder City trennt, denn nicht, zumindest optisch. Aber dann hat der Verkehrsplaner fairerweise auch etwas zu den lärmmäßigen Auswirkungen einer solchen neuen Verkehrsführung erzählt. Das hat uns sehr nachdenklich gemacht.

Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir mit einer Kreisverkehrslösung die ML auch nur 'halb' loswerden, dafür aber etliche Leute (z. B. 'Negerdorf') mit reichlich zusätzlichem Lärm belästigen würden. Der anwesende Stadtplaner sah das auch so und plädierte dafür, ohne Kreisverkehr das beste aus der ML zu machen. – In Oststeinbek ist die ML gerade umgebaut worden. Das sieht jetzt auf jeden Fall besser aus als in Glinde.



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