Noema oder die Kunst Erkenntnisse mitzuteilen

Primäre Eindrücke und Gedanken sind in der Regel die ehrlichsten. Diese lauten nach den ersten Sitzungen der neuen Legislaturperiode: Das politische Interesse der Glinder Bürger lässt zu wünschen übrig. Ob es sich dabei um die Stadtvertretung handelt, um Ausschüsse oder Fraktionssitzungen, egal. Im Publikum war keiner bis kaum jemand. Kein Wunder. 

 

Doch Wunder gibt es immer wieder, heißt es, nur muss eine Menge dafür getan werden. Wen verwunderts? Um das zu schaffen, sind die wir in Glinde für die nächsten fünf Jahre mit der Intension angetreten, künftig alle Bürger in allen Belangen aufzuklären und bei all unserem Denken und Tun mit einzubeziehen. Transparenz lautet unsere Prämisse. Wir werden zukünftig die Öffentlichkeitsarbeit mit Ernst und Akribie betreiben. Dies war in der Vergangenheit, nicht nur bei den Grünen, selten der Fall, und deshalb haben es uns die Bürger auch durch Missachtung bei der letzten Kommunalwahl spüren lassen. 

 

Nur was bedeutet Transparenz? Transparenz ist die Grundlage alles Wissens! Die Basis des Unwissens dagegen ist Interessenlosigkeit und die entsteht durch Missverständnisse. Weil Politiker in der Vergangenheit nur noch selten die Sprache des Volkes gebrauchte. Es nicht aufklärte. Dadurch entstand eine überall spürbare „Bocklosigkeit“. Die gilt es zu „bekämpfen“.

 

Um das Wunder zu schaffen werden wir vor allem durch verbale-, digitale- und mediale Informationen das politische Feuer beim Bürger wieder schüren. Der erste Schritt ist getan. Wer Ende August 2018 als Zuschauer in der Stadtvertretung dabei war, konnte es vernehmen. Unser Antrag wurde einstimmig angenommen. Dieser fordert zukünftig alle Ausschussvorsitzenden, deren Tagesordnungspunkt (TOP) aufgerufen wird, ob zur Beratung oder Abstimmung, auf, den Sachverhalt der vorbereiteten Ausschüsse zu skizzieren. Der Hintergrund unseres Antrags war und ist, dass dem Bürger dadurch erklärt wird, um welche Abstimmung oder Beratung es sich handelt. Das war bislang nicht der Fall. Getreu dem Wahlspruch: friss oder stirb.

 

Allen Beteiligten ist selbstverständlich klar, dass diese Maßnahme längst nicht ausreicht um wieder mehr Menschen für die Belange und Geschicke unserer Stadt zu generieren, aber es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wie der zweite Schritt am 1. September 2018. Dort kamen rund 50 Interessierte Bürger ins Glinder Marcellin Verbe-Haus, um sich über die neue Stadtmitte auszutauschen. Das war insofern erstaunlich, weil es hoch komplex ist, eine neue Stadtmitte mit einem dazugehörigen sinnvollen Verkehrskonzept zu entwickeln. Wobei dies nicht unbedingt die Aufgabe der Bürger war. Aber dem ausführenden Büro gegebenenfalls behilflich zu sein, Ideen zu sammeln, Gedanken mitzuteilen, ist schon spannend. Denn auch das ist Politik. Kommunalpolitik. Und diese geht uns ganz persönlich an. 

 

Wir werden weiter berichten und Sie auf dem Laufenden halten. Auch über das Gemauschel hinter den verschlossenen Türen. Wundern Sie sich nicht.

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