09.03.2020

Gedenktafel der Suck'schen Kate

Antrag:

Die Verwaltung wird aufgefordert, die unverzügliche Herausgabe der Gedenktafel (Bronzerelief) der Suck’schen Kate zu erwirken. Des Weiteren wird sie gebeten, Möglichkeiten zur Anbringung und Ausstellung sowie dafür eine Kostenschätzung zur Sitzung des Kulturausschusses am 4. Mai 2020 vorzulegen.

Begründung:

In der Sitzung der Stadtvertretung vom 29.08.2019 teilte Herr Bürgermeister Zug auf Anfrage mit, dass die Gedenktafel, die vormals an der Suck’schen Kate angebracht war, Eigentum der Stadt Glinde ist. Die Tafel, die für alle Bürgerinnen und Bürger sichtbar an dem kulturhistorischen Bauwerk zu sehen war, ist ein Bronzerelief der Künstlerin Karin Hertz, die es der Stadt Glinde schenkte und welche das Relief 1993 anbringen ließ. Wie bekannt, konnte in den letzten Jahren kein nachhaltiger Schutz des Gebäudes aufgrund der Nachlässigkeit und des Desinteresses des Eigentümers an der Kate erwirkt werden, die Glaubwürdigkeit des Eigentümers, die Tafel sei an einem „sicheren Ort“, muss dringend hinterfragt und angezweifelt werden. Er soll die Herausgabe einmal zugesichert haben, jedoch ist diesbezüglich nichts geschehen, das Relief, das er abnehmen ließ, wurde seit einigen Jahren nicht mehr gesehen. Die Tatsache, dass die Tafel Glindes Eigentum, jedoch nicht in deren Besitz ist, ist mittlerweile inakzeptabel. Da die Zukunft des Hauses völlig unsicher ist, muss die Stadt unverzüglich in Besitz der Gedenktafel gelangen: aus Respekt vor der Künstlerin und unserer Stadtgeschichte! Nach aktuellem Stand kann die Tafel bis zu der Entscheidung, wo sie endgültig ausgestellt wird, in der Glinder Mühle untergebracht werden. Da die Rechtslage eindeutig ist, kann dies umgehend in die Wege geleitet werden.

04.10.2019

Antrag Klimaschutz

Antrag:

Die Stadtvertretung Glinde erklärt den Klimanotstand und erkennt damit die Eindämmung des Klimawandels und seiner Folgen als Aufgabe von höchster Priorität an.

Als konkrete Maßnahmen werden umgesetzt:

- Einrichtung der Stelle einer(s) Klimaschutzbeauftragten, die/der ein Klimaschutzprogramm für Glinde umsetzen soll

- Fortschreibung des örtlichen/regionalen Nahverkehrsplans

- Intensivierung der Beratung über das Fahrradkonzept für Glinde

- schnellstmögliche Umstellung der Fahrzeuge der Stadt auf umweltverträgliche Antriebe

- Beschaffung und Bereitstellung von Dienstfahrrädern

Begründung:

Gletscher schmelzen, Wälder brennen – für viele ist das weit weg. Dabei ist das Sterben der Bäume bei einem Spaziergang auch hier schon zu erkennen. Besonders die Jugend ist aufgestanden und fordert eine radikale Umkehr. Weltweit haben zahlreiche Städte und Gemeinden bereits den Klimanotstand erklärt. Allein in Deutschland waren es zuletzt 55, in Schleswig-Holstein u.a. Kiel, Neumünster, Lübeck, Mölln, Bad Segeberg. International haben Großbritannien, Irland Spanien, Frankreich und zuletzt Österreich dies getan. Sie alle geben Maßnahmen zur Eindämmung der Erderwärmung bei ihren Entscheidungen höchste Priorität.

Wir beantragen dieses Vorgehen nun auch für Glinde.

Das heißt: Glinde wird die Auswirkungen auf das Klima bei allen Rechtsgeschäften und Maßnahmen berücksichtigen - und wenn immer möglich, jene Rechtsgeschäfte und Maßnahmen mit Priorität behandeln, die die Folgen der Erderwärmung abschwächen. Die Folgen für das Klima müssen bei allen Entscheidungen der Stadt klar dargestellt werden. Die Stadt ergreift alle Maßnahmen, die ihr möglich sind, um zur Einhaltung des 1,5-Grad-Zieles beizutragen und wirbt aktiv auf den verschiedenen Ebenen hierfür. Hierbei muss bei allen Entscheidungen sichergestellt werden, dass sie sozial verträglich gestaltet werden, sodass die Kosten nicht primär die finanziell schwachen Menschen in der Stadt treffen. Über die geplanten Aktivitäten zum Klimaschutz, deren Umsetzung und Wirksamkeit wird regelmäßig in den Sitzungen des Bauausschusses berichtet. Zu möglichen Vorhaben können im Bauausschuss auch Vertreter*innen der Klimabewegung „Fridays for Future“ und andere Initiativen gehört werden.

Die Stadtvertretung fordert den Bürgermeister und die Verwaltung auf, die Bevölkerung über den Klimawandel, seine Ursachen und Auswirkungen sowie über die eingeleiteten Maßnahmen in Glinde zu informieren.

Wer mitdiskutieren möchte ist am 24.10. um 19.00 Uhr im Festsaal Marcellin-Verbe-Haus herzlich willkommen.

04.10.2019

Antrag für die Stelle eines technischen Angestellten in Vollzeit in der FF Glinde

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt für die Freiwillige Feuerwehr Glinde die Stelle eines technischen Angestellten in Vollzeit ab dem Haushaltsjahr 2020 und beantragt, die Stelle in den Stellenplan aufzunehmen.

Begründung:

Die freiwillige Feuerwehr hat derzeit 85 aktive KameradInnen, die Jugendfeuerwehr 35 Mädchen und Jungen, die Verwaltungseinheit mit 12 KameradInnen und die Ehrenabteilung mit 15 Kameraden. Der Aufbau einer Kinderfeuerwehr wurde in der letzten Stadtvertretung beschlossen und wird umgesetzt.

In den letzten Jahren ist in Glinde viel passiert: wir haben mit der Bebauung im Depot 2000 neue MitbürgerInnen in Glinde bekommen. In deren Folge wurden Kitas, Spielplätze, aber auch Seniorenwohnanlagen gebaut. Auch die Industriegebiete haben sich ausgeweitet. Der Verkehr in Glinde hat zugenommen. Am Golfplatz soll ein 5-Sterne-Hotel als Konferenzort, aber auch als Anziehungspunkt für Wellnessinteressierte entstehen. Wir planen derzeit eine Veränderung der Innenstadt um sie attraktiver zu gestalten und damit vielleicht neben dem Markt eine gute Einkaufs- und Erholungsmöglichkeit - auch für die umliegenden Gemeinden - zu schaffen.

All das Beschriebene ist positiv für die Stadt Glinde - hat aber auch das Gefahrenpotential verändert: mehr Brände, mehr Unfälle etc. Dazu kommen gestiegene Anforderungen an die Feuerwehr durch Präventionsarbeit, die oft nur tagsüber durchgeführt werden kann. Ein wichtiger Punkt, der uns und vor allem die Feuerwehr in der Zukunft noch mehr beschäftigen wird, sind Einsätze durch den Klimawandel. Hier sei nur das Unwetter am Himmelfahrtstag 2018 genannt. Wir können uns darauf verlassen, dass wir in den nächsten Jahren mehr von diesen Naturereignissen bewältigen müssen. Schon jetzt (Stand 22.11.2018) ist die FF bei 333 Einsätzen angelangt.

Die Vergleichszahlen für die kompletten Jahre: 130 Einsätze 2014, 222 Einsätze 2015, 158 Einsätze 2016, 314 Einsätze 2017. Zu den durchgeführten Einsätzen kommt die Nachbereitung und gestiegene bürokratische Anforderungen noch hinzu.

Das zeigt, in welchem Ausmaß die Aufgaben gestiegen sind - für die Feuerwehr im gesamten, aber auch für jedes einzelne Mitglied. Viele Wehren haben Schwierigkeiten neue Mitglieder zu finden. In Glinde haben wir seit Jahren stabile Zahlen. Das ist vor allem der Verdienst der Wehrführung. Unsere Aufgabe als Stadt ist es, die freiwillige Feuerwehr zu unterstützen. Dabei ist die Schaffung der Stelle eines technischen Angestellten ein - für uns - notwendiger Schritt um die Freiwillige Feuerwehr Glinde zu stärken.

04.09.2018

Antrag Plastikmüllvermeidung

Antrag:

Die Verwaltung wird aufgefordert Sorge dafür zu tragen, dass bei Veranstaltungen, die unter der Leitung der Stadt Glinde stattfinden, kein Wegwerf-Plastikgeschirr und -Besteck mehr verwendet werden darf. Grundsätzlich sollte die Stadtverwaltung bei anderen Plastikprodukten, die von der Verwaltung im Rahmen ihrer Tätigkeit bestellt und verwendet werden, wie z.B. Verpackungen u.a., prüfen, inwieweit die Verwendung reduziert oder ersetzt werden kann. Weiterhin ist zu prüfen, ob die Verwaltung bei Events von anderen Veranstaltern, die einer Genehmigung der Stadt Glinde bedürfen, diese Vorgaben bzw. deren Umsetzung zum Teil des Genehmigungsverfahrens machen kann. Auch soll die Stadt Glinde als Schulträger ebenfalls dafür sorgen, dass die Schulen der Stadt die Möglichkeit erhalten, bei Schulveranstaltungen entweder nachhaltig und aus Recycling-Pappe/Papier hergestelltes Geschirr, das wiederum recyclingfähig sein sollte oder wiederverwendbares Plastik bzw. herkömmliches Geschirr zu verwenden.

Begründung:

Ständig wachsende Müllberge und insbesondere die Problematik des Plastikmülls mit Abbauzeiten, die sich nur in Generationen bemessen lassen, machen es aus Sicht von Bündnis’90/Die Grünen notwendig, dass besonders auch die Kommunen in diesem Bereich eine Vorbildfunktion einnehmen. Wir sollten unseren Kindern, aber auch den erwachsenen Bürgern*innen unserer Stadt vorleben, dass Feste und Veranstaltungen nicht unweigerlich mit einem gedankenlos angehäuften Müllberg enden müssen, sondern wir viel für die Sauberkeit und Lebensqualität in einer „jungen Stadt im Grünen“ tun können und die Achtsamkeit im Umgang mit Plastikartikeln stärken. Die derzeitigen Vorgaben der Verwaltung in Hinsicht auf Veranstaltungen wie den `Fischzug´ oder auch das Stadtfest machen die umweltbewussteTeilnahme von Glinder Vereinen, anderen Einrichtungen (Kitas und Schulen) oder auch der Parteien im Prinzip unmöglich, da die Hygienevorschriften kaum umzusetzen sind, ohne Wegwerfgeschirr zu verwenden. Hier wäre die Anschaffung und der Betrieb einer zentralen Spülstation und entsprechenden Geschirrs bzw. die Kosten einer Miete bei einem gewerblichen Anbieter zu prüfen und abzuwägen. Beobachtungen auf dem Glinder Fischzug und dem Marktfest haben gezeigt, dass nach den Veranstaltungen jeweils große Mengen nur einmal genutzten und vermeidbaren Abfalls übrig bleiben. Eine Gegenfinanzierung des anzuschaffenden Geschirrs könnte über die Verwendung des Geschirrs als Werbeträger für lokale Geschäfte/Gewerbe/Parteien/Vereine erreicht werden.

URL:https://gruene-glinde.de/fraktion/unsere-antraege-in-der-stadtvertratung-und-den-ausschuessen/